Spielsucht Hilfe: Beratung, Selbstausschluss und Therapieangebote
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Spielsucht Hilfe: Beratung, Selbstausschluss und Therapieangebote
Symptome, Warnsignale und Selbsttest
Die ICD-11-Klassifikation der WHO formuliert drei Kernkriterien für eine Glücksspielstörung — als Leitfragen gelesen: Verlieren Sie die Kontrolle über Häufigkeit und Dauer des Spielens? Rückt das Spielen zunehmend vor andere Lebensbereiche? Setzen Sie fort, obwohl negative Konsequenzen offensichtlich sind? Wer zwei dieser Punkte bejaht, sollte sein Verhalten kritisch prüfen. Das ist keine Diagnose, aber ein klarer Anlass, Hilfe einzuholen.
Die Zahlen auf Populationsebene unterstreichen das: Nahezu jeder fünfte Online-Casino-Spieler zeigt ein problematisches oder abhängiges Spielverhalten. Bei Jugendlichen liegt der Anteil bei über 5 %. Betroffene mit Spielsucht neigen zudem zu Depressionen, Suizidgedanken und weiteren Abhängigkeiten wie Alkoholmissbrauch — die Störung selten bleibt selten allein.
Die BZgA bietet einen anonymen Selbsttest auf check-dein-spiel.de zur Einschätzung des eigenen Glücksspielsuchtrisikos. Das Ergebnis ersetzt keine professionelle Diagnostik, liefert aber eine konkrete Rückmeldung, ob weitere Schritte sinnvoll sind.
Selbstausschluss und Spielpause auf Betflag_DE einrichten
Wer erste Anzeichen von Spielsucht bemerkt, muss nicht auf eine Therapie warten, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Plattform bietet zwei Werkzeuge, die sofort greifen: den Betflag Selbstausschluss und die Betflag Spielpause. Beide lassen sich direkt im Konto aktivieren — ohne Kontakt zum Support, ohne Begründung.
Selbstausschluss einrichten — Schritt für Schritt
- Login durchführen und den Kontobereich öffnen.
- Den Menüpunkt für Spielerschutz oder Selbstausschluss anklicken.
- Dauer der Sperrung wählen — verfügbare Optionen reichen von mehreren Monaten bis zu unbegrenzter Sperrung.
- Auswahl bestätigen und den Bestätigungsprozess abschließen, der typischerweise E-Mail-Verifizierung oder PIN-Eingabe umfasst.
Während des Selbstausschlusses ist kein Login möglich, keine Einzahlung, kein Spielzug. Die Sperre lässt sich vor Ablauf nicht aufheben.
Spielpause aktivieren
Die Betflag Spielpause ist die kürzere Variante für situative Kontrollverluste. Sie eignet sich, wenn Spielsucht-Symptome noch nicht chronisch sind, aber eine Auszeit nötig erscheint.
- Kontobereich öffnen und den Reiter für Spielpause oder Cooling-off auswählen.
- Dauer festlegen — verfügbare Optionen umfassen typischerweise 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage.
- Bestätigen. Konto wird für den gewählten Zeitraum gesperrt.
Nach Ablauf entsperrt das Konto automatisch. Wer merkt, dass die Pause nicht gereicht hat, sollte den Selbstausschluss prüfen oder externe Hilfe in Anspruch nehmen.
OASIS: Sperrung über alle Anbieter
Der interne Selbstausschluss greift nur auf Betflag_DE. Wer sich bundesweit absichern will, nutzt OASIS — das Sperrsystem, das eine Sperrung über alle in Deutschland lizenzierten Anbieter hinweg ermöglicht. Eine OASIS-Sperre ist der wirksamste Schritt gegen Spielsucht, weil sie Umgehung auf anderen Plattformen verhindert. Die Registrierung erfolgt über die GGL-Website oder eine Landeskoordinierungsstelle.
Einzahlungs- und Einsatzlimits setzen
Neben Sperrfunktionen bietet die Plattform auch die Möglichkeit, Einzahlungs- und Einsatzlimits zu setzen, um das Spielbudget unter Kontrolle zu halten.
Therapie und Behandlung der Spielsucht
Die Therapie der Spielsucht setzt nicht beim Spielen allein an, sondern bei den Mustern dahinter. Typischerweise umfasst sie kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Schuldenregulierung, die Stärkung des Selbstwertgefühls und den Abbau von Ängsten. Die KVT arbeitet konkret daran, wie Betroffene ihr Spielverhalten bewerten — etwa den Denkfehler, bei rein zufallsbasierten Glücksspielen eigenes „Können" einbringen zu können. Dieser Irrglaube wird schrittweise erkannt und korrigiert.
Zwei Behandlungsformen stehen zur Verfügung. Die ambulante Suchttherapie ermöglicht den Weiterbestand von Beruf und Alltag; sie eignet sich bei stabiler sozialer Einbindung und kontrollierbarem Druck. Die stationäre Behandlung wird notwendig, wenn der Kontrollverlust so weit reicht, dass häusliche oder finanzielle Strukturen zusammengebrochen sind und der Abstand zum gewohnten Umfeld therapeutisch gebraucht wird. Welche Form passt, entscheidet die diagnostische Abklärung in einer Fachstelle — nicht ein Selbsttest.
Beide Wege verfolgen dieselben Ziele: Rückfallprävention und dauerhafte Spielabstinenz. Rückfallprävention bedeutet, Situationen zu identifizieren, die das Spielverlangen auslösen — Stress, Einsamkeit, bestimmte Uhrzeiten — und dafür konkrete Gegenstrategien zu entwickeln. Spielabstinenz ist dabei der messbare Endpunkt: kein Glücksspiel mehr, weder online noch offline. Ein Therapieerfolg lässt sich nicht in Wochen vorhersagen, und es gibt keine garantierte Erfolgsquote. Wer Rückfälle als Teil des Verlaufs versteht, statt als persönliches Versagen, hat bessere Voraussetzungen, dranzubleiben.
Wer einen ersten Ansprechpunkt sucht, erreicht die Telefonberatung der BIÖG-Telefonberatung zur Glücksspielsucht unter 0800 1 37 27 00 (kostenfrei, Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr). Online anonym und kostenlos berät DigiSucht auf suchtberatung.digital. Beide Kanäle vermitteln in regionale Suchtberatungsstellen, die über das Suchthilfeverzeichnis unter suchthilfeverzeichnis.de zu finden sind.
Hilfe für Angehörige
Spielsucht betrifft nicht nur die spielende Person, sondern die gesamte Familie. Angehörige sollten Betroffene sachlich und ohne Vorwurf ansprechen — am besten zu einem ruhigen Zeitpunkt, nicht unmittelbar nach einem Verlust. Co-Abhängigkeit bedeutet, dass Angehörige das Spielverhalten unbewusst mit stabilisieren, etwa durch Schuldenübernahme oder Entschuldigungen gegenüber Dritten. Ein zentraler Grundsatz: keine Kofinanzierung der Sucht. Wer Spielschulden abbezahlt oder Geld leihweise gibt, verlängert oft die Abwärtsspirale statt sie zu stoppen. Selbsthilfegruppen sind ausdrücklich offen für Angehörige, da die Sucht als familiäres Thema verstanden wird. Eigene Beratungsangebote — telefonisch über die BIÖG-Hotline unter 0800 1 37 27 00, online über DigiSucht oder vor Ort in Suchtberatungsstellen — richten sich gezielt an Angehörige und helfen, eigene Grenzen zu setzen und Strategien für den Umgang mit der Spielsucht zu entwickeln.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist Spielsucht? Spielsucht — umgangssprachlich für Glücksspielstörung — ist eine anerkannte psychische Störung gemäß ICD-11-Klassifikation der WHO. Drei Kriterien definieren das Krankheitsbild: Verlust der Kontrolle über Häufigkeit und Dauer, wachsende Priorität des Spielens vor anderen Aktivitäten und Weitermachen trotz negativer Konsequenzen.
Wo finde ich kostenlose Hilfe bei Spielsucht? Die Telefonberatung der BIÖG-Telefonberatung zur Glücksspielsucht ist kostenfrei unter 0800 1 37 27 00 erreichbar (Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr). Der Selbsttest „Check dein Spiel" auf check-dein-spiel.de hilft bei der ersten Einschätzung.
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsvoll — Hilfe unter check-dein-spiel.de · BZgA 0800 1 37 27 00. Betflag ist in Deutschland nicht verfügbar.
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